Demokratie gegen rechtes Gedankengut stärken!

Rechtspopulismus – und radikalismus sind gesellschaftlich weit verbreitet und
haben den Einzug in fast alle deutschen Parlamente geschafft. Das hohe Maß an
rechtem Gedankengut zeigt deutlich, dass wir es eine konsequente Positionierung
und Arbeit gegen Rechts brauchen.

Die Aktualität von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere von
Rassismus und Antisemitismus wird nicht nur durch den Erfolg der AfD sichtbar.
Auch die NPD erhielt im Saarland bei den U18-Wahlen eines ihrer besten
bundesweiten Ergebnisse. Rechtsradikale und fremdenfeindliche Straftaten erleben
im Saarland ihren Rekord.

Demokratiebildung und die Sensibilisierung über die deutsche Geschichte muss
also bereits bei Jugendlichen stattfinden. Es geht um die Bildung politischer
Werte abseits eines menschfeindlichen und rassistischen Weltbildes.
Dazu gehört, Rassismus und Antisemitismus deutlich zu benennen und nicht als
konservativ-bürgerliche Werte in der öffentlichen Debatte salonfähig zu machen.

Entscheidend ist dabei die präventive Arbeit verschiedener Akteure wie
Initiativen, Vereine, Stiftungen und Schulen. Wir fordern, dass diese finanziell
und strukturell ausreichend gefördert wird. Eine reine projektbezogene Förderung
reicht nicht aus, weil diese keine langfristige Planungssicherheit gewährt.
In Schulen sollte die Zeit des Nationalsozialismus nicht nur besprochen, sondern
auch mit einem aktuellen Bezug behandelt werden. Lehrerinnen und Lehrer sollten
hinsichtlich des Umgangs mit rassistischen und antisemitischen Vorgängen
weitergebildet werden.

Wir als Grüne Jugend Saar positionieren uns klar gegen rechte Positionen und
fordern die Stärkung von Projekten, Initiativen und Einrichtungen, die präventiv
gegen rechtes Gedankengut arbeiten!

 

Dieser Antrag wurde beschlossen am 09.12.2017.